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Märkische Allgemeine, 1. Juni 2004 Friedensaktion im GymnasiumKYRITZ "Wir sind jung und brauchen die Welt!" - Unter diesem Motto findet am kommenden Sonnabend ab 14 Uhr am Gymnasium Kyritz ein großer Aktionstag für den Frieden statt. Er wird von Gymnasiasten aus Neuruppin, Kyritz, Pritzwalk und Neustadt organisiert.
In Workshops, Diskussionsrunden und Präsentationen, aber auch bei Theater und Musik sollen Jugendliche und Erwachsene über aktuelle, politische und gesellschaftliche Probleme informiert werden. Vor allem aber möchten junge Leute andere dazu motivieren, über den eigenen Tellerand zu schauen und sich aktiv einzubringen. Schon im vergangenen Jahr veranstaltete die Initiative "Schüler für Frieden" mit großem Erfolg einen Aktionstag am Evangelischen Gymnasium in Neuruppin. Auch in diesem Jahr wollen Jugendliche von allen Schulen der Umgebung miteinander diskutieren, Spaß haben und feiern.
In Zusammenarbeit mit vielen Organisationen und Vereinen wurde ein passendes, interessantes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Dazu gehört ein Workshop zu dem Thema "Was ist Globalisierung?". Bei einem Simulationsspiel können die Teilnehmer auf beeindruckende Art und Weise erfahren, wie alltäglicher Rassismus funktioniert. Geplant ist auch eine Diskussionsrunde zum Thema "Antisemitismus in Deutschland". Teilnehmer sind Rainer Erb vom Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin, Sandra Anusiewicz vom Jüdischen Museum Berlin, Uriel Kashi vom Bundesverband Jüdischer Studenten in Deutschland sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Bahr. Workshops zu den Themen Esperanto, Genmanipulation, Dritte Welt und Improvisationstheater gehören ebenfalls zum Programm. Geboten wird ein Dia-Vortrag mit Erlebnisbericht über Ägypten. Die Bürgerinitiative Freie Heide ist mit einer Ausstellung vertreten. Es wird eine Malwand, einen Aktionsraum und eine Videoinstallation geben.
Am Abend wollen die Kyritzer Band "Pale Moon" und die "Hip Hop-Crew" aus Neuruppin den Tag musikalisch abrunden. Unter dem Motto "Wir sind jung und brauchen die Welt" soll deutlich gemacht werden, dass die Jugend in einer besseren Welt leben will.
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