Arabische Abgeordnete der Knesset, israelische und jüdische
Studenten-alle fahren nach Haag zum internationalen Gerichtshof
Die Verhandlung über Israels Grenzzaun am Montag in Haag erregt weltweit
Aufsehen. Eine Direktübertragung im Internet ist sicher (Siehe Link) ,
zahlreiche Gruppen werden nach Haag kommen, um Flagge zu zeigen.
Eine Gruppe arabischer Abgeordneter der Partei Hadash in der Knesset wird
gegen den Zaun demonstrieren. Dies hält Ophir Pines von der
Arbeiterpartei für kontraproduktiv, Protest innerhalb Israels wäre
besser, die Beziehungen zwischen Juden und Arabern wären einer harten
Probe ausgesetzt, so Pines.
Die palästinensische Autonomie kündigte einen "Tag des Zorns"
an, zahlreiche Demonstrationen sind in der Westbank geplant, Israels Militär
ist auf Zusammenstösse vorbereitet. Eine Batterie von Juristen aus
arabischen Ländern wird in Haag gegen den Grenzzaun Stellung beziehen,
assistiert
werden die Kläger von Anwälten aus Belgien, Grossbriannnien und
Frankreich.
Israel boykottiert offiziell die Verhandlung, der Kampf um die öffentliche
Meinung wird umso heftiger. So hat ZAKA wie berichtet die Überreste des
Busses der Linie 19 aus Jerusalem nach Haag gebracht, der für 11 Menschen
zur tödlichen Falle wurde, als sie durch einen Selbstmordattentäter
ermordet wurden, der sich in die Luft sprengte.
Ein jüdischer US- Geschäftsmann hilft jüdischen Studenten nach Haag zu
kommen, die WUJS (World Union of Jewish Students) schickt Studenten aus
ganz Europa nach Haag, einige Busse aus Deutschland sind dabei (Siehe Erklärung
des BJSD hier).Einige islamische Organisationen wollen ebenfalls
demonstrieren.
Die Polizei in Haag steht Gewehr bei Fuss. Gideon Meir vom
Aussenministerium Israels ist seit Donnerstag nachts in Haag. "Die
offiziellen Sprecher sind die Angehörigen der Terroropfer, die auf ihren
Rücken die schrecklichen Ergebnisse des Terrors tragen". Die niederländischen
Behörden werden für Sicherheit sorgen, so Meir.
Israel wird nicht offiziell in Haag auftreten, alle Kundgebungen sind
Mosaiksteine von Nichtregierungsorganisationen, die jeder für sich für
ihre Werte eintreten. "Es gilt mit Zurückhaltung und Respekt in den
Niederlanden aufzutreten" so Meir. Der Vorsitzende des WUJS Peleg
Reshef bringt 30 israelische Studenten nach Haag. Die UNO wird vom
Vorsitzenden des WUJS doppelter Standards beschuldigt. " Jüdische
Studenten werden auf Universitäten mit Antisemitismus konfrontiert. Das
eint uns.." so
Peleg Reshef.