Gästebuch

   

Die Jüdische am 20.02.2004

Der Tag des Zorns

von Anat Zetnik

Arabische Abgeordnete der Knesset, israelische und jüdische Studenten-alle fahren nach Haag zum internationalen Gerichtshof 

Die Verhandlung über Israels Grenzzaun am Montag in Haag erregt weltweit Aufsehen. Eine Direktübertragung im Internet ist sicher (Siehe Link) , zahlreiche Gruppen werden nach Haag kommen, um Flagge zu zeigen.

Eine Gruppe arabischer Abgeordneter der Partei Hadash in der Knesset wird gegen den Zaun demonstrieren. Dies hält Ophir Pines von der Arbeiterpartei für kontraproduktiv, Protest innerhalb Israels wäre besser, die Beziehungen zwischen Juden und Arabern wären einer harten Probe ausgesetzt, so Pines.

Die palästinensische Autonomie kündigte einen "Tag des Zorns" an, zahlreiche Demonstrationen sind in der Westbank geplant, Israels Militär ist auf Zusammenstösse vorbereitet. Eine Batterie von Juristen aus arabischen Ländern wird in Haag gegen den Grenzzaun Stellung beziehen, assistiert
werden die Kläger von Anwälten aus Belgien, Grossbriannnien und Frankreich.

Israel boykottiert offiziell die Verhandlung, der Kampf um die öffentliche Meinung wird umso heftiger. So hat ZAKA wie berichtet die Überreste des Busses der Linie 19 aus Jerusalem nach Haag gebracht, der für 11 Menschen zur tödlichen Falle wurde, als sie durch einen Selbstmordattentäter ermordet wurden, der sich in die Luft sprengte.

Ein jüdischer US- Geschäftsmann hilft jüdischen Studenten nach Haag zu kommen, die WUJS (World Union of Jewish Students) schickt Studenten aus ganz Europa nach Haag, einige Busse aus Deutschland sind dabei (Siehe Erklärung des BJSD hier).Einige islamische Organisationen wollen ebenfalls demonstrieren.

Die Polizei in Haag steht Gewehr bei Fuss. Gideon Meir vom Aussenministerium Israels ist seit Donnerstag nachts in Haag. "Die offiziellen Sprecher sind die Angehörigen der Terroropfer, die auf ihren Rücken die schrecklichen Ergebnisse des Terrors tragen". Die niederländischen Behörden werden für Sicherheit sorgen, so Meir.

Israel wird nicht offiziell in Haag auftreten, alle Kundgebungen sind Mosaiksteine von Nichtregierungsorganisationen, die jeder für sich für
ihre Werte eintreten. "Es gilt mit Zurückhaltung und Respekt in den Niederlanden aufzutreten" so Meir. Der Vorsitzende des WUJS Peleg Reshef bringt 30 israelische Studenten nach Haag. Die UNO wird vom Vorsitzenden des WUJS doppelter Standards beschuldigt. " Jüdische Studenten werden auf Universitäten mit Antisemitismus konfrontiert. Das eint uns.." so
Peleg Reshef.